Zentrale Thesen des Projektes

„Bürgerbeteiligung in der Energiewende. Zehn Thesen zur gegenwärtigen Etablierung, zu Herausforderungen und geeigneten Gestaltungsansätzen“

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AutorInnen: Ina Richter (IASS) Mathis Danelzik, Giulia Molinengo, Patrizia Nanz und Dietmar Rost (KWI)

Zusammenfassung: Ziel des Forschungsprojektes Demoenergie war es, Erkenntnisse über Konflikte, sich etablierende Beteiligungsansätze und Herausforderungen von dialogorientierter Bürgerbeteiligung zur Planung von Infrastruktur der Energiewende zu sammeln.
Die vorliegende Broschüre vermittelt einen Überblick über die Forschungsarbeit der einzelnen Module des Projektes sowie über die zentralen Thesen des Projektes.
Wir WissenschaftlerInnen haben uns dabei gefragt: Was können und müssen wir über die Konflikte lernen, die in der Energiewende auftreten? Welche Beteiligungspraktiken etablieren sich gegenwärtig im Feld der Energiewen­de? Lassen sich in Aktionsforschung Beteiligungsprozesse initiieren, die den BürgerInnen eine größere Rolle in der Planung von Infrastruktur einräumen?
In den Thesen gehen wir auf Merkmale der Beteiligungspraxis und Schwierigkeiten für Bürgerbeteiligung insbesondere im Bereich des Netzausbaus ein und zeigen geeignete Ansätze auf, um mit ihnen umzugehen. Als wichtig erachten wir 1) einen paradigmatischen Wechsel von der format- zur prozessorientierten Perspektive auf Bürgerbeteiligung, 2) eine kritische Auseinandersetzung mit Bürgerbeteiligung unter dem Umsetzungsparadigma und den Folgen einer ausschließlichen Akzeptanzorientierung sowie 3) die Beachtung eines an den Fall angepassten Beteiligungs­designs und eines iterativen Gestaltungsansatzes, um die Fragilität von Beteiligungsprozessen handhaben zu können.