TUT Workshop 2

Zusammenfassung der Ergebnisse des zweiten Workshops des Trassenuntersuchungsteams (TUT)

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Das Trassenuntersuchungsteam (TUT) tagte zu Zwischenergebnissen

Am 30.1.2015 kamen die zufällig ausgewählten BürgerInnen, die Bürgermeister der betroffenen Kommunen, lokale Verbände, BehördenvertreterInnen und der Übertragungsnetzbetreiber TenneT mit seinen Fachleuten zusammen, um im TUT Zwischenergebnisse der Untersuchungen durch die UmweltplanerInnen zu diskutieren.

Zweck des zweiten Workshops war es, sich im TUT darüber zu einigen, welche der vorgeschlagenen Teilstücke nicht vertieft überprüft werden müssen, weil die UmweltplanerInnen bereits ausschließen konnten, dass sie Aussicht auf Raumverträglichkeit haben. Dafür machten die UmweltplanerInnen einen Vorschlag, der dem TUT vorgelegt wurde.

Zusammenfassung der Zwischenergebnisse (siehe auch Kartendarstellung)

  • Das Trassenteilstück, das nördlich von Falkenberg und östlich der Autobahn entlang der Bestandstrasse nach Norden führt, wird voraussichtlich ausscheiden.
    Begründung: Es läuft auf einer Länge von ca. zwei Kilometern durch das streng geschützte EU-Vogelschutzgebiet und ist daher mit den Vorgaben des Naturschutzes nicht vereinbar. Großvögel wie Reiher oder der seltene Schwarzstorch könnten gegen die Leitung fliegen. Dieses Teilstück würde nur dann weiter untersucht, wenn die Obere Naturschutzbehörde dazu keine Einwände hätte und es weiter optimiert werden könnte. Dies wird in den nächsten Wochen geklärt.
  • Das Trassenteilstück, welches die Autobahn und das Waldnaabtal östlich von Pleisdorf in Ost-West-Richtung quert und auf Höhe Holzmühl wieder in die Bestandstrasse mündet, wurde abgelehnt.
    Begründung: Es quert nördlich von Windischeschenbach auf einer Länge von ca. 800 Metern ein besonderes Schutzgebiet für Tiere und Pflanzen, ein sogenanntes Flora-Fauna-Habitat-Gebiet. Außerdem würden ein Landschaftsschutzgebiet und ein Naturpark beeinträchtigt. Darüber hinaus verläuft dieses Trassenteilstück zu ca. 90% durch Waldgebiete. Auf fast vier Kilometern müssten Waldflächen abgeholzt werden. Zusätzlich verläuft das Teilstück in sehr geringem Abstand zu einem Naturschutzgebiet. In der Summe sind diese Nachteile so schwerwiegend, dass die Trasse nicht tiefer untersucht wird.
  • Das Trassenteilstück, das südöstlich von Schönhaid von der Autobahntrasse in kurzem Stich wieder zur Bestandstrasse zurückführt, wurde nach Süden verschoben.
    Begründung: Sein ursprünglicher Verlauf führte auf einer Länge von ca. 550 Metern durch ein Vorbehaltsgebiet für Bodenschätze (Abbaugebiet für Kies und Sand). Außerdem läge dieses Trassenteilstück nur ca. 30 Meter vom streng geschützten EU-Vogelschutzgebiet und Flora-Fauna-Habitat-Gebiet entfernt. Darüber hinaus würde es auf etwa 650 Metern, also fast zwei Dritteln der Strecke, durch Waldgebiet verlaufen.
  • Optimierung: Es wird geprüft, ob ein Verlauf ganz im Süden des Korridors möglich ist, der einige dieser Nachteile vermeidet. Zudem: Das Teilstück verfolgt das Ziel, möglichst zügig und mit maximiertem Abstand zu Seidlersreuth auf die Bestandstrasse zurückzuleiten. Diese Möglichkeit wird auch im Rahmen der anderen Korridore in diesem Raum geprüft werden.