Modul A

Konfliktanalyse zur Einführung der Carbon Capture and Storage Technologie
(— Dr. Dietmar Rost, KWI)

Im ersten Projektjahr untersuchte das am Kultur­wissenschaftlichen Institut angesiedelte Modul A einen komplexen Energiekonflikt, um anhand eines konkreten Beispiels Aspekte und Dimensionen zu explorieren, die für das Thema Beteiligung relevant sind und den analytischen Blick auf andere Konflikte schärfen.

Gegenstand der Fallanalyse war der Streit um Vorha­ben zur Erprobung, Demonstration und Einführung der Carbon Capture and Storage Technologie (CCS) in Deutschland. Schwerpunktmäßig richtete sich der Blick auf die Entwicklungen im Land Brandenburg bis zum Jahr 2014. Die qualitative Untersuchung der öffentlichen Erörterung und Diskussion dieser Vor­haben lieferte empirisch begründete und detaillierte Aufschlüsse zu einigen Aspekten dieses Energiekonflikts, die auch für ein umfassenderes und tiefer ge­hendes Verständnis anderer Konflikte und Beteili­gungsprozesse Relevanz besitzen.

Das Forschungsdesign einer Fallstudie erlaubte, auf den längerfristigen Verlauf eines Konflikts und auf verschiedenen Foren zu blicken, innerhalb derer der Konfliktgegenstand erörtert und diskutiert wurde. Methodisch orientierte sich die Forschung an der Situationsanalyse, einer Variante der qualitativen Grounded-Theory-Methodologie. Die Datengrundla­ge bestand aus der laufenden Presseberichterstattung sowie weiteren prozessgenerierten Dokumenten zum Thema CCS.